SPD Gingen-Kuchen

Unanständig und beleidigend

Veröffentlicht am 14.03.2008 in Presseecho

Zu: Junge Union kritisiert SPD und Jusos; 13. 3. 2008

Geislinger Zeitung

Einmal mehr erntet die Junge Union von mir nur Kopfschütteln. Wer versucht, in solcher Art und Weise den Ruf des politischen Gegners in den Dreck zu ziehen, handelt schlichtweg unanständig. Eine faire und sachliche Umgangsweise zwischen Jugendorganisationen demokratischer Parteien sieht anders aus!

Der Juso-Kreisverband hat sich entschieden, "Aktionstage gegen rechts" zu organisieren, weil wir genügend aktuellen Anlass dazu gesehen haben. In der Öffentlichkeit und auch bei unseren Aktionstagen habe ich immer wieder betont, dass sich Jusos und SPD sowohl von der extremen Rechten als von der extremen Linken distanzieren, und unsere Forderung nach einem breiten, parteienübergreifenden "Bündnis für Demokratie" erneuert. Die Unterstellung, die Jusos und die SPD "paktierten" mit "Kommunisten und Alt-SEDlern", ist eine persönliche Beleidigung und eine Entgleisung, die jeglicher Grundlage entbehrt. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir gegen den Vortrag der Jungen Union zum Thema "Linksextremismus" Anfang letzten Jahres in dieser Weise ins Feld gezogen sind. Der JU wegen des Vortrags eine rechtsextreme Gesinnung zu unterstellen, ist eben nicht unsere Art der politischen Auseinandersetzung. Der JU haben wir in der Vergangenheit bereits mehrmals das Angebot gemacht, gemeinsam etwas gegen Extremismus - ob von rechts oder von links - und Politikverdrossenheit auf die Beine zu stellen. Jüngst habe ich dieses Angebot in meiner Gratulationsnachricht an den neuen JU-Kreisvorsitzenden Kai Steffen Meier erneuert.

Eines steht fest: Mit Unterstellungen und Verleumdungen wie in der Pressemitteilung der JU, die im Original noch unerhörtere Anschuldigungen enthält, stärkt man die Demokratie nicht. Wenn die JU möchte, dass die extremen Ränder stärker werden, dann soll sie genau so weitermachen.

Tim Zajontz, Geislingen,
Juso-Kreisvorsitzender

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