Zu "Junge Union kritisiert SPD und Jusos" vom 13. März:
Neue Württembergische Zeitung
Einmal mehr erntet die Junge Union von mir nur Kopfschütteln. Wer versucht, in solcher Art und Weise den Ruf des politischen Gegners in den Dreck zu ziehen, handelt schlichtweg unanständig. Eine faire und sachliche Umgangsweise zwischen Jugendorganisationen demokratischer Parteien sieht anders aus.
Der Juso-Kreisverband hat sich entschieden, "Aktionstage gegen rechts" zu organisieren, weil wir genügend aktuellen Anlass dazu gesehen haben. Ich habe immer wieder betont, dass sich Jusos und SPD sowohl von der extremen Rechten als von der extremen Linken distanzieren. Die Unterstellung, die Jusos und die SPD "paktierten" mit "Kommunisten und Alt-SEDlern", ist eine persönliche Beleidigung und eine Entgleisung, die jeglicher Grundlage entbehrt. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir gegen den Vortrag der Jungen Union zum Thema "Linksextremismus" in dieser Weise ins Feld gezogen sind. Der JU wegen des Vortrags eine rechtsextreme Gesinnung zu unterstellen, ist eben nicht unsere Art der politischen Auseinandersetzung. Der JU haben wir mehrmals das Angebot gemacht, gemeinsam etwas gegen Extremismus - ob von rechts oder von links - und Politikverdrossenheit auf die Beine zu stellen. Jüngst habe ich dieses Angebot in meiner Gratulationsnachricht an den neuen JU-Kreisvorsitzenden Kai Steffen Meier erneuert.
Tim Zajontz, Geislingen,
Juso-Kreisvorsitzender