Interessante Eindrücke aus der sozialen Arbeit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Landkreis Göppingen konnte die Göppinger SPD-Kreisvorsitzende Sabrina Hartmann vor kurzem bei ihrem Besuch bei der AWO erleben. Dabei standen vor allem die aktuellen Herausforderungen der Corona-Krise im Mittelpunkt. Die neue AWO-Geschäftsführerin Sonja Elser berichtete gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Alexandra Kölsch über ihre Arbeit und neueste Entwicklungen. Bei Familien und Senioren müsse direktere Unterstützung ankommen, waren sich die Engagierten einig.
Die Corona-Zeit bringe für viele Familien große Herausforderungen mit sich, machte die AWO-Geschäftsführerin deutlich. Ob wegen ausfallenden Unterrichts, Einkommenseinbußen oder nur eingeschränkt möglichen Angeboten wie Familientreffs: Die Auswirkungen der Corona-Krise machen sich gerade für Kinder und Jugendliche bemerkbar. Umso bedeutsamer sei es, die Probleme in den Blick zu nehmen und für Verbesserungen einzutreten. So bräuchten etwa Kinder aus sozial schwächeren Familien dringend mehr direkte Unterstützung – Lernbrücken während einiger Tage zum Ende der Sommerferien reichten dabei nicht aus, machte SPD-Kreisvorsitzende Sabrina Hartmann deutlich: „Manche Schülerinnen und Schüler haben keine technischen Geräte, um Material zu bearbeiten. Die bereitgestellten Gelder von Land und Bund müssen deshalb schneller vor Ort ankommen, damit rasch Geräte gekauft werden können“, sagte Hartmann.
Das Klärwerk der Stadtentwässerung Göppingen (SEG) ist Vorreiter unter den großen Klärwerken in Baden-Württemberg. Hier ist die erste Anlage in Betrieb, welche den werthaltigen Phosphor aus dem übrigen Klärschlamm filtert. Grund genug für die Göppinger SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens sich vor Ort über die technische Umsetzung auf ihrer Nachhaltigkeitstour "17 Ziele - 17 Orte" zu informieren.
Betriebsleiter Jochen Gugel berichtete mit gewissem Stolz, wie es gelingt, die Phosphorkristalle aus den Rückständen der Wasseraufbereitung zu gewinnen. Ein positiver Nebeneffekt sei dabei, dass der Klärschlamm nach dem mehrstufigen Prozess zu einem noch höheren Grad von Restwasser befreit werde und somit unterm Strich weniger Volumen an Klärschlamm anfällt. Dadurch spare die Stadt Geld. In Zukunft soll der gewonnene Phosphor hier in der Region als Dünger eingesetzt werden. "Das ist ein gelungenes Beispiel für Nachhaltigkeit. Ansonsten wäre der Phosphor ungenutzt mit dem restlichen Klärschlamm verbrannt worden", lobt Baehrens das Projekt, welches zu 80 Prozent vom Land aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Europäischen Union gefördert wird.
Spannende Eindrücke aus der Polizeiarbeit und viele Anliegen der Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten: Das konnte der Göppinger Landtagsabgeordnete Peter Hofelich (SPD) vor kurzem bei seinen Besuchen der Polizeireviere in Eislingen und Uhingen mitnehmen. „Der Rückhalt für unsere Polizei ist mir in der Landespolitik ein besonderes Anliegen. Wir können stolz sein auf Kompetenz, Professionalität und Problemnähe unserer Beamtinnen und Beamten“, betonte Hofelich mit Blick auf jüngste Diskussionen.
Bei den Gesprächen mit dem Eislinger Revierleiter Klaus Stipp und dem Uhinger Leiter Jürgen Ringhofer ging es um aktuelle Herausforderungen der Polizeiarbeit vor Ort. Zwar gebe es keine klassischen Kriminalitäts-Brennpunkte, jedoch seien die Beamtinnen und Beamte immer häufiger mit respektlosem Verhalten konfrontiert. Zusätzliche Ordnungswidrigkeits-Tatbestände könnten aber entlasten. Neben klassischen Straftaten wie Betäubungsmitteldelikten und Einbrüchen würden die Polizistinnen und Polizisten immer öfter auch zu außergewöhnlichen Delikten gerufen. Insgesamt sei außerdem das Thema Überstunden von Bedeutung. Denn diese seien im fordernden Polizeialltag schwer auszugleichen. Hofelich versprach, bei diesem Thema als finanzpolitischer Sprecher seiner Fraktion im Landtag nachzuhaken: „Wir brauchen hier eine Lösung, denn der Dienst der engagierten Polizistinnen und Polizisten für unsere Sicherheit muss auch finanziell angemessen gewürdigt werden“, sagte der Sozialdemokrat.
Der Geislinger SPD Landtagsabgeordnete nimmt Stellung zur geplanten Schließung des Odelo Werkes in Geislingen. ,,Für die Beschäftigten von Odelo und für unsere gesamte Stadt ist die geplante Schließung ein harter Schlag" macht Binder auf die Bedeutung aufmerksam.
Gestern hat sich Binder bereits in einem Gespräch mit dem zuständigen Gewerkschaftssekretär Manuel Schäfer über die genauen Entwicklungen informiert. ,,Belegschaft und Betriebsrat vor vollendete Tatsachen zu stellen, geht gar nicht. Wir haben Regeln für die Mitbestimmung in unserem Land und diese müssen eingehalten werden"., unterstützt Sascha Binder die Kritik von IG Metall und Betriebsrat an der Vorgehensweise der Unternehmensleitung. Nun sei es notwendig, dass die Geschäftsleitung an den Verhandlungstisch kommt und mit dem Betriebsrat verhandelt. ,,Verhandeln wird der Betriebsrat, aber wir Geislingerinnen und Geislinger dürften nicht schweigen, sondern wir sollten die Belegschaft dort unterstützen, wo sie uns brauchen" macht der Geislinger Sascha Binder die Verantwortung der ganzen Stadt deutlich.
Die Göppinger SPD-Abgeordneten Heike Baehrens und Peter Hofelich begrüßen die zusätzlichen Fördermittel, von denen auch Städte und Gemeinden im Kreis Göppingen profitieren können. „Es ist besonders wichtig, dass trotz Corona Schwimmbäder, Bolzplätze und Turnhallen saniert werden können“, betonen die beiden Abgeordneten. Dazu sei der jetzt verabschiedete Beschluss ein wichtiges Zeichen.
Durch die Aufstockung des Sanierungsprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ um 600 Millionen Euro seien die Investitionen in den kommunalen Sport mehr als verdoppelt worden, unterstreicht die Göppinger Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens. Jetzt komme es darauf an, die Sportinfrastruktur zu stärken und dafür zu sorgen, dass in den Turnhallen nicht der Putz von den Wänden bröckelt. „Dass der Bund die Kommunen nicht im Stich lässt und diese Rekordsumme investiert, kann auch Städten und Gemeinden im Filstal zugutekommen“, betont Baehrens mit Blick auf den Investitionsbedarf vor Ort.
Die Bekämpfung der Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen bleibt eine große Herausforderung. Darauf hat die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey in einem Brief an die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) hin gewiesen und angekündigt, die Arbeitgeber bei der Durchführung der betrieblichen Prüfverfahren weiter zu unterstützen.
In dem Schreiben an den AfA-Kreisvorsitzenden Klaus-Peter Grüner heißt es unter anderem, dass schon „45 Prozent der Arbeitgeber ihre Entgeltstrukturen freiwillig auf geschlechtsspezifische Ungleichheiten analysiert“ hätten und damit der gesetzlichen Aufforderung gefolgt wären. „Die Schließung der Ent-geltlücke ist Voraussetzung für die Gleichstellung von Männern und Frauen am Arbeitsmarkt“, betonte Grüner und begrüßte, dass die Bundesregierung durch Bereitstellung von „Informations- und Beratungsangeboten“ die Anwendung des Auskunftsanspruchs, wie er im Gesetz vorgesehen ist, weiterhin gezielt unterstützen will.